Nach ausführlicher Recherche und Planung haben wir uns im Sommer 2023 den lang gehegten Traum eines Roadtrips durch Alaska und Yukon im hohen Norden Nordamerikas erfüllt. Eine Reise durch endlos weite, spärlich besiedelte Landschaft, zu Gletschern, Seen, Wasserfällen und verlassenen Goldgräber-Städtchen sowie über spektakuläre Gebirgspässe. Da wir zusammen mit meinen Eltern unterwegs waren, stand fest, dass wir die beiden flächenmäßig riesengroßen Bundesstaaten mit 4 Erwachsenen nicht in einem Camper, sondern mit einem Mietwagen und unterschiedlichen Quartieren entdecken werden. Wer MeinWeltbuch kennt, weiß ja bereits, dass uns die richtig abgelegen Gegenden der Welt reizen und dass wir auch gerne abseits geteerter Straßen unterwegs sind, daher musste ein Mietwagen her, der es uns erlaubt, auch „offroad“ fahren zu dürfen. Außerdem mussten die Fahrtage für die zum Teil sehr großen Entfernungen gut eingeteilt werden, da wir zeitlich auf 4 Wochen begrenzt waren. Wie wir beides geschafft haben, verrate ich dir nun im folgenden Beitrag zusammen mit unseren 14 persönlichen Highlights für Alaska und Yukon, sowie vielen Reisetipps zu Entfernungen, Straßenverhältnissen, Nationalparks, Unterkünften und ganz besonderen Orten entlang unserer Route. Bitte einsteigen und anschnallen!

1. Der Denali Nationalpark – Exkursion rund um Nordamerikas höchsten Gipfel

Nach unserer Ankunft in Anchorage, der Übernahme unseres Mietwagens bei GoNorth und einem Großeinkauf im Walmart machen wir uns direkt am ersten Tag unseres Roadtrips auf den Weg Richtung Denali, des mit 6190 Metern höchsten Bergs Nordamerikas. Der Himmel ist bedeckt und es regnet, während an unseren Fenstern die Tundra-Landschaft mit ihren typischen Fichtenwäldern vorbei zieht. Hier und da halten wir an einem Schrottplatz am Straßenrand an, um zu fotografieren, und auch an einer verlassenen Tankstelle in Form eines riesigen Igloos, ein Lost Place, wie wir ihn lieben!

In den kommenden zwei Tagen wollen wir den Denali-Nationalpark erkunden, der Lebensraum zahlreicher Wildtiere ist, wie Grizzlybären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe. Die den Nationalpark durchquerende Park Road darf nur bis zum Savage River mit privaten PKWs befahren werden, daher buchen wir die Tundra Wilderness Tour mit den grünen Shuttle-Bussen. Obwohl wir bereits in den frühen Morgenstunden ab 6 Uhr unterwegs sind, haben wir leider keine Tiersichtung. Wegen des schlechten Wetters erhaschen wir auch keinen Blick auf den Denali, der ohnehin nur an 24 Tagen im Jahr sichtbar ist. Dennoch begeistern uns die einmalige Landschaft und die Farben, und wir genießen die Tour sehr. Auf dem Rückweg steigen wir am Savage River aus und laufen den etwa 3km langen Savage-River-Loop-Trail, der ebenfalls einige spektakuläre Ausblicke und Fotomotive bietet.

Am zweiten Tag im Denali Nationalpark nehmen wir uns den 4km langen Horseshoe-Lake-Trail vor und haben auf dieser Wanderung das große Glück, eine Elch-Kuh mit ihren beiden Jungen beobachten zu können. Überhaupt ist diese Wanderung um den malerisch gelegenen See für mich eins meiner Alaska-Highlights.

Quartier: Denali Bear Resort (2 Nächte). 375 Kilometer Tages-Etappe.

2. Nenana am Tanana River – Brunchen im Rough-Woods Inn

Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns vom Denali. Wir müssen ein bisschen Strecke zurücklegen, um unser nächstes Quartier in Fairbanks zu erreichen. Unterwegs passieren wir das Örtchen Nenana. Auf der Suche nach einem Restaurant fahren wir ab, drehen eine Runde durch den 357-Einwohner-Ort und werden fündig im Rough-Woods Inn. Das äußerst authentische, mit viel Nippes geschmückte Lokal, wird geführt von einem älteren Ehepaar. Und so sitzen wir nur wenige Minuten später unter lauter Einheimischen bei äußerst schmackhaftem Rührei, Bacon und Bratkartoffeln.

Neben dem Inn hat Nenana noch das Alaska Railroad Museum Nenana Depot zu bieten. Außerdem ist der Ort bekannt für eine alte Alaska-Tradition, das sogenannte Nenana Ice Classic. Bei diesem Schätzspiel werden seit 100 Jahren im gesamten Staat Einschätzungen abgegeben, wann im Frühjahr das Fluss-Eis zum ersten Mal bricht. Der Jackpot im Jahr 2024 betrug $210.155.

Quartier: Best Western Plus Pioneer Park Inn, Fairbanks (1 Nacht). 205 Kilometer Tages-Etappe.

3. Alaska Highway – Stahlbrücken, Flusslandschaften und Lost Places

Hinter Fairbanks beginnt für uns die Fahrt auf dem berühmten Alaska Highway, der sich stundenlang entlang und immer wieder auch über den Tanana River windet. Faszinierend sind die Flussquerungen über die zahlreichen, für Alaska typischen Stahlbrücken. Da sich der Verkehr auf dem Highway in Grenzen hält, halten wir gerne zwischendurch an, um ein paar Fotos zu schießen. Motive sind neben den Brücken und der weiten, wilden Flusslandschaft auch immer wieder verlassene Gebäude, Tankstellen oder Restaurants, die definitiv einmal bessere Zeiten gesehen haben. Wir lieben solche Orte, wo sich die Natur langsam alles zurück erobert.

Tipp: Das Burger-Restaurant „Buffalo Center Drive-In“ in Delta Junction. Der beste Burger der gesamten Reise! Wurde uns von Einheimischen in Fairbanks empfohlen.

4. Tok in Alaska – Eine Straßenkreuzung als Versorgungsposten

Viele Ortschaften passieren wir nicht an diesem Tag auf dem Alaska-Highway. Am frühen Abend erreichen wir das kleine Örtchen Tok, wo wir zwei Motel-Zimmer gebucht haben. Viel zu bieten hat Tok nicht: ein paar Motels, einen Campingplatz, einen Supermarkt, zwei Tankstellen und das Schnellrestaurant „Fast Eddy´s“. Nach dem Abendessen dort drehen wir zu Fuß eine Runde durch den Ort und entdecken recht bald gegenüber dem Tok RV Village Campground eine verlassene Tankstelle mit allerlei zurückgelassenen, verrosteten Fahrzeugen. Immer tiefer schlagen wir uns hinter der Tankstelle in den angrenzenden Wald und finden ein riesiges Areal mit wahllos zurückgelassener Fahrzeuge und Gegenstände vor.

Da sind nicht nur längst vergessene Fahrzeugmodelle verschiedener amerikanischer Automarken und rostige Bullis, sondern auch ein riesiger Berg Autoreifen, ein Wohnwagen samt 60er-Jahre-Einrichtung, Fässer mit vermutlich giftiger Füllung und Paletten voller Plastik-Tischgedecke. Mein persönliches Highlight jedoch ist ein türkisfarbener Rollstuhl, der inmitten dieses ganzen Friedhofs dasteht, als wäre soeben ein Zombie daraus aufgestanden. Weil wir so fasziniert sind von diesem Ort und wegen der vielen Fotos, habe ich diesem Autofriedhof in Tok einen eigenen Beitrag auf dem Blog gewidmet.

Quartier: Tok Young´s Motel (1 Nacht). 325 Kilometer Tages-Etappe.

5. Über den Top of the World Highway nach Dawson City

Heute, am fünften Tag unseres Raodtrips durch Alaska, überqueren wir die Grenze nach Kanada in den Staat Yukon. Der erste Tag auf unbefestigter Straße steht an, denn wir wollen die Grenze über den nördlichsten Grenzposten des Kontinents in Little Gold überqueren, über den der spektakuläre Top of the World Highway führt. Diese 127 Kilometer lange Panoramastraße ist nur in den Sommermonaten von Juni bis August geöffnet, da sie größtenteils auf oder unterhalb von Gebirgskämmen auf ca. 1000 Metern Höhe verläuft und eben teilweise nicht asphaltiert ist. Die Strecke schlängelt sich malerisch entlang der Bergrücken, und hinter jeder Kurve wartet ein neuer, wunderbarer Ausblick. Wir sind absolut begeistert! Etwa 70 Kilometer vor der Grenze machen wir Halt im Goldrauschort Chicken, der auch heute noch einen Einblick in das Leben der Goldgräber gibt. Außerdem gibt es dort das Café „Chicken Creek Outpost“, wo wir ein sehr gutes 2. Frühstück einnehmen.

Hinter Chicken geht’s weiter über Schotter. Die Strecke ist aber generell recht einfach zu befahren. Wir begegnen einer großen Rentier-Herde und passieren die Grenze nach Kanada. Am Ende der Tages-Etappe müssen wir vor Dawson noch den Fluss Yukon überqueren. Eine kleine, kostenlose Fähre pendelt dafür zwischen den beiden Ufern und bringt uns sicher an unser nächstes Ziel nach Dawson City.

6. Die Goldgräberstadt Dawson City

Die Kleinstadt am Ufer des Yukon wurde zu Zeiten des Klondike-Goldrausches gegründet und kommt heute mit ihren historischen bunten Holzhäusern aus der Goldgräber-Zeit ein bisschen wie eine Filmkulisse daher. Nur etwa 1400 Einwohner leben dauerhaft in der Stadt, die mit einem Supermarkt, einigen Hotels und einem Spielcasino weit und breit der einzige Versorgungsposten in der Umgebung ist. Wir schlendern am Abend unserer Ankunft noch eine Runde gemütlich durch die sandigen Gassen, genießen die besondere Atmosphäre, fotografieren und kehren zu einem sehr guten Abendessen in die „The Drunken Goat Taverna“ ein. Denn in den kommenden fünf Tagen steht uns ein ganz besonderes Abenteuer bevor!

Quartier: The Downtown Dawson (1 Nacht). 300 Kilometer Tages-Etappe.

7. Über den Dempster Highway bis ans Polarmeer

Schon während der Planung unseres Alaska-Yukon-Roadtrips stand fest, dass wir eine der beiden nördlichsten Straßen des Amerikanischen Kontinents, den Dalton Highway in Alaska (USA) oder den Dempster Highway in Yukon bzw. den Northwest Territories (Kanada) bis ans Nordmeer fahren wollen. Nach einiger Recherche fiel die Wahl auf den Dempster Highway in Kanada, da hier deutlich weniger Trucks unterwegs sind und man die Landschaft und das Wildlife rechts und links des Highways dadurch besser genießen kann. Außerdem ist es auf dem Dempster Highway durch eine Verlängerung der Strecke bis in das Inuit-Dorf Tuktoyaktuk seit 2017 tatsächlich möglich, direkt bis ans Polarmeer zu fahren. Insgesamt fünf Tage Zeit nehmen wir uns für das Offroad-Abenteuer Dempster Highway, dem ich selbstverständlich einen ganz eigenen, ausführlichen Beitrag auf dem Blog gewidmet habe.

Quartiere: Eagle Plains Hotel (2 Nächte) und Inuvik Capital Suites (2 Nächte). Hin- und Rückweg Dawson City – Tuktoyaktuk insgesamt 1860 Kilometer.

8. Erholung am Tagish Lake

Nach den vielen aufregenden Fahrtagen auf dem Dempster Highway brauchen wir ein bisschen Entspannung. Deshalb quartieren wir uns für ein Wochenende in einer gemütlichen Holz-Cabin des Southern Lakes Resorts am Tagish Lake ein. Mit seiner Fläche von 325 km² und zahlreichen, weit verzweigten Seitenarmen erstreckt sich der See über die Grenze zwischen Yukon und British Columbia und ähnelt in seiner Form eher einem Fjord. Hier lesen, kochen und essen wir, fahren Kajak, joggen, schwimmen und liegen in der Sonne. Wir erleben ein richtiges Hochsommer-Wochenende mit Temperaturen um die 30°C im hohen kanadischen Norden und genießen das sehr.

Quartier: Southern Lakes Resort (2 Nächte). Große Empfehlung! 635 Kilometer Tages-Etappe.

9. Der Kluane Lake – Der größte See des Yukon

Auf dem Rückweg von Yukon nach Alaska fahren wir eine ganze Weile am größten See des Yukon entlang, dem Kluane Lake. Genau genommen folgt der Alaska Highway dem Seeufer über fast 70 Kilometer. Wir sind absolut verblüfft über diese Ausmaße und die unglaubliche Weite der Landschaft in diesem Gebiet. Bei Silver Stadt fahren wir ab auf eine Schotterpiste und suchen eine kleine, verlassene Ghost Town. Doch bis auf ein paar verfallene Holzhütten im Wald finden wir nicht mehr viel von vergangener Zivilisation. Zurück auf dem Highway wundern wir uns außerdem über die hier massive Austrocknung des Seeufers, das Wasser hat sich an vielen Stellen hunderte Meter zurück gezogen. Grund dafür ist wohl, dass der den See speisende Kaskawulsh-Gletscher 2016 so stark abgeschmolzen ist, dass inzwischen kaum noch Schmelzwasser abfließt. Uns erinnern diese trockenen Ufer an die ausgetrockneten Salzseen der Altiplano Hochebene in Südamerika.

Beaver Creek, kurz vor der US-Grenze zurück nach Alaska, ist unsere letzte Station im Yukon. Wegen der heißen Temperaturen hat sich bis hierhin ein Wunsch dieser Reise noch nicht erfüllt: Eine Bären-Sichtung. Daher sind wir völlig überrascht, als uns hier letztendlich doch noch ein Schwarzbär am Straßenrand begegnet. Ich folge ihm im Schritttempo fahrend und Daniel zückt auf dem Beifahrersitz die Kamera, um ein paar Fotos zu schießen. Der Bär beobachtet uns genau, lässt sich aber einige Minuten nicht stören, bevor er wieder im angrenzenden Wald verschwindet.

Quartier: Discovery Yukon Lodgings Beaver Creek (1 Nacht). 550 Kilometer Tages-Etappe.

10. Der Wrangell-St. Elias Nationalpark – Gletscher, Berge und eine Geisterstadt

Zurück in Alaska fahren wir wiederum über Tok und vorbei an zahlreichen Seen als nächstes zum Flugplatz in Chitina. Hier parken wir das Auto, und es bringt uns ein kleiner Buschflieger für drei Tage in die unendlichen Weiten des Wrangell-St. Elias Nationalparks, der mit 5,3 Millionen Hektar Land, neun Gipfeln über 4500 Metern und mehr als 100 riesigen Gletschern nicht nur der größte Nationalpark der USA, sondern auch einer der spektakulärsten des gesamten Kontinents ist. Bereits auf dem Hinflug ins kleine Örtchen Mc Carthy, Ausgangspunkt für alle weiteren Touren im Nationalpark, bieten sich uns extrem fotogene Ausblicke auf das größte nichtpolare Eisfeld der Erde.

Vor Ort unternehmen wir u.a. eine geführte Gletscherwanderung auf den Root Glacier und erkunden die Geisterstadt Kennicott. Alle weiteren Infos zu unseren unvergesslichen Erlebnissen im Wrangell-St. Elias Nationalpark habe ich in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Quartier: Ma Johnsons Hotel in Mc Carthy (2 Nächte). 500 Kilometer Tages-Etappe.

11. Kajak-Tour in der Columbia Glacier Bay

Auf diesem Roadtrip jagt wirklich ein Highlight das nächste. Nach der Rückkehr zu unserem Mietwagen in Chitina fahren wir noch am selben Tag den Richardson Highway Richtung Süden ins Örtchen Valdez. Über die direkt am Prince William Sound gelegene Kleinstadt hatte ich gelesen, dass sich hier vor allem die landschaftliche Umgebung lohnt und dabei allem voran ein Ausflug aufs Wasser, um Tiere wie Wale, Seehunde und Otter, aber vor allem auch die Gletscherzungen des riesigen Columbia Glacier aus nächster Nähe zu erleben. Wir buchen eine geführte Kajak-Tour in die Columbia Glacier Bay, die für mich zu einem der Höhepunkte der gesamten Reise wird. Daher habe ich der Tour auch einen eigenen Beitrag gewidmet mit allen Information und vielen weiteren Reisetipps für die Umgebung von Valdez.

Quartier: Best Western Valdez (2 Nächte). 195 Kilometer Tages-Etappe.

12. Über den Glenn Highway nach Palmer

Inzwischen sind wir seit über drei Wochen in Alaska und Yukon unterwegs. Das Staunen und die tägliche Abwechslung lassen jedoch nicht nach. Immer noch begeistert uns die Landschaft entlang der Highways wie heute während unserer Fahrt auf dem Glenn Highway. Die Wolken hängen mal wieder mystisch tief, die kanadische Hitzewelle haben wir längst hinter uns gelassen, wir könnten ewig so weiter reisen.

Bevor wir zurück nach Anchorage kommen, bleiben wir noch eine Nacht in der Natur und beziehen ein Cottage der Sheep Mountain Lodge kurz vor Palmer, wo wir am frühen Abend auch noch eine kurze Wanderung in die Umgebung unternehmen. Die unterschiedlichen Farben der Berge in dieser Gegend faszinieren uns, und unser Blick schweift weit über den Matanuska River bis zum dahinter liegenden Matanuska Glacier.

Quartier: Sheep Mountain Lodge (1 Nacht). Auch das dazugehörige Restaurant ist top! 310 Kilometer Tages-Etappe.

13. Street-Art in Alaskas Hauptstadt Anchorage

Am nächsten Morgen bringen wir meine Eltern zunächst zum Flughafen, da sie wegen ihrer Arbeit früher zurück in Deutschland sein müssen. Für Daniel und mich hingegen geht die Reise noch ein paar Tage weiter. Vom Flughafen fahren wir nach Anchorage Downtown, um uns ein wenig in Alaskas Hauptstadt umzusehen. Leider schüttet es heute wie aus Eimern, und wir kehren erst einmal zum Brunchen ins hippe Snow City Café ein, bevor wir entlang der 4th and 5thAvenue und entsprechenden Querstraßen die riesigen, bunten Street-Art-Murals, die Szenen aus der Kultur und Geschichte Alaskas zeigen, bewundern und fotografieren. Auch Anchorage habe ich einen eigenen Beitrag auf dem Blog gewidmet, aus dem du alle Informationen zu unserem Aufenthalt bekommst.

Quartier: B&B Jewel Lake (1 Nacht). 175 Kilometer Tages-Etappe.

14. Die Kenai Halbinsel – Das Naturparadies südlich von Anchorage

Die Kenai Halbinsel mit ihren Bergen, Gletschern, Seen, Flüssen und Stränden ist wegen ihrer Nähe zur Hauptstadt Ausflugsziel Nr. 1 der in Anchorage lebenden Menschen und zieht vor allem zum Angeln auch jährlich tausende Touristen an. Daher hatte ich die Kenai Halbinsel ursprünglich nicht in unsere Routenplanung aufgenommen. Für 2-3 Tage vor unserem Rückflug nach Deutschland erscheint sie uns dann spontan aber als gute Option, um noch einmal in die Wildnis Alaskas abzutauchen. Auch wollten wir die Hoffnung nicht aufgeben, doch noch Lachs fischende Grizzly-Bären beobachten zu können. Ob dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist, verrate ich dir im gesonderten Beitrag zusammen mit unseren fünf persönlichen Highlights für die Kenai Halbinsel.

Quartier: Summit Lake Lodge (3 Nächte). Große Empfehlung! 205 Kilometer Tages-Etappe.

Fazit:

Damit gehen 4 Wochen Roadtrip durch Alaska und Yukon zu Ende mit für uns unvergesslichen Erlebnissen. Wir haben jeden Tag genossen, trotz der knapp 6000 Kilometer im Mietwagen, die wir insgesamt zurückgelegt haben. Autofahren in den USA und Kanada macht aber auch einfach Spaß! Wenn ich mir die Bilder jetzt so anschaue, könnte ich diesen Sommer direkt wieder dorthin. Die Natur, die Ruhe und Abgeschiedenheit, die Weite der Landschaft, das hat wirklich ganz großes Sucht-Potential und ist absolut empfehlenswert für eine Reise abseits des Mainstreams!

Wissenswertes:

Reisezeitraum? 26. Juni – 21. Juli 2023

Anreise? Wir sind mit Condor von Frankfurt über Seattle nach Anchorage geflogen. Im Sommer gibt es 2x in der Woche auch Direktverbindungen. Die Flugzeit beträgt insgesamt etwa 10 Stunden.

Route? Anchorage – Denali Nationalpark – Fairbanks – Tok – Top of the World Highway – Dawson City – Eagle Plains – Inuvik – Tuktoyaktuk – Inuvik – Eagle Plains – Dawson City – Tagish Lake – Beaver Creek – Tok – Chitina Airport – Mc Carthy – Valdez – Palmer – Anchorage – Kenai Halbinsel – Anchorage

Quartiere? Nachdem wir die genaue Route nach unseren Vorstellungen zusammengestellt hatten, haben wir den Reiseanbieter CANUSA kontaktiert, mit denen wir bereits mehrfach in den USA unterwegs waren. Die haben uns dann ein Komplettpaket inkl. Mietwagen und Unterkünften angeboten. Das letzte Quartier auf der Kenai Halbinsel habe ich spontan über booking.com gebucht.

Mietwagen? Unseren Mietwagen, einen 4×4 Ford Expedition, haben wir bei GoNorth in Anchorage übernommen. GoNorth ist einer der wenigen Mietwagen-Verleiher in Alaska, die es erlauben, dass man mit ihren Fahrzeugen tatsächlich alle Straßen, eben auch nicht asphaltierte Gravel Roads, befahren darf. Sie verleihen auch 4×4 Truckcamper und Wohnmobile, der Service ist gut und freundlich, das Fahrzeug war zuverlässig. Was uns bei der Abgabe unseres Mietwagens nach der Reise allerdings wirklich geschockt hat, war der Preis für unsere gefahrenen Extra-Meilen und den Steinschlag auf der Windschutzscheibe, den wir uns auf dem Dempster Highway leider zugezogen hatten. Umgerechnet 1200€ mussten wir als Nachzahlung blechen, keine Verhandlung möglich. Das haben wir so noch nirgendwo auf der Welt erlebt und lässt mich leider keine Empfehlung für diesen Verleiher aussprechen.

ideale Aufenthaltsdauer? 4 Wochen sind das absolute Minimum für eine Route wie diese, wenn man sowohl Alaska als auch Teile des Yukon bereisen will. Der Dempster Highway hat natürlich viel Zeit gekostet, war uns aber jeden Tag wert! Insgesamt würde ich sagen, dass 5 Wochen wahrscheinlich ideal gewesen wären für die Tour.

Gesamtkosten? Diese Reise nach Alaska und Yukon war wohl in unserer Reisehistorie die mit Abstand teuerste Reise. Das muss man ganz ehrlich zugeben. Flüge, Mietwagen, Quartiere, Einkaufen, Tanken, Essen gehen, Ausflüge, alles ist teuer in solch abgelegenen Gegenden der Welt, sodass wir grob überschlagen ca. 8000€ pro Person ausgegeben haben.

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